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Beschaffung

Strom zum Festpreis oder zum Spotpreis?

Ein fester Preis bringt Planbarkeit, ein Spotpreis bringt Marktnähe. Welches Modell besser passt, hängt von Verbrauch, Budget und Risikobereitschaft ab.

Stand Oktober 2026Redaktion EnergierichterLesezeit etwa 5 Minuten

Wer Strom einkauft, entscheidet nicht nur über den Versorger, sondern auch über das Preismodell. Die beiden Grundformen sind der Festpreis und der Spotpreis. Dazwischen gibt es Kombinationen.

Wie ein Festpreis funktioniert

Beim Festpreis vereinbaren Sie mit dem Versorger einen Energiepreis für die gesamte Laufzeit. Steigen die Preise am Markt, sind Sie geschützt. Fallen sie, zahlen Sie weiter den vereinbarten Preis.

Wichtig ist, was genau fest ist. Oft gilt der Festpreis nur für den Energieanteil. Netzentgelte, Umlagen und Steuern können sich trotzdem ändern, außer der Vertrag enthält eine entsprechende Preisgarantie.

Wie ein Spotpreis funktioniert

Beim Spotpreis folgt der Preis je Kilowattstunde dem kurzfristigen Börsenpreis für Strom, meist dem Preis am Day-Ahead-Markt. Dazu kommen ein vereinbarter Aufschlag und die übrigen Preisbestandteile. In Phasen mit viel Wind- und Sonnenstrom kann der Börsenpreis sehr niedrig sein, in knappen Stunden deutlich höher.

Für Haushalte mit intelligentem Messsystem gibt es dynamische Stromtarife, die sich am Börsenpreis orientieren. Sie lohnen sich vor allem, wenn sich größere Verbräuche wie Wärmepumpe oder Elektroauto in günstige Stunden verschieben lassen.

Festpreis und Spotpreis im Vergleich

Festpreis und Spotpreis im Vergleich
FestpreisSpotpreis
Preis je KilowattstundeFür die Laufzeit vereinbartFolgt dem Börsenpreis, dazu ein Aufschlag
PlanbarkeitHochGering
Wenn der Markt fälltSie zahlen weiter den vereinbarten PreisSie zahlen weniger
Wenn der Markt steigtSie sind geschütztSie zahlen sofort mehr
Geeignet fürFeste Budgets, gleichmäßiger VerbrauchFlexiblen Verbrauch und Risikobereitschaft

Die Kombination aus beidem

Unternehmen müssen sich nicht für ein Entweder-oder entscheiden. Ein fester Grundanteil sichert das Budget, ein Spotanteil nutzt günstige Phasen. Wie diese Aufteilung aussehen kann, beschreibt der Beitrag zur strukturierten Energiebeschaffung.

Für wen sich welches Modell eignet

Ein Festpreis passt zu allen, die ein festes Budget brauchen und ihren Verbrauch nicht verschieben können. Ein Spotpreis passt zu Verbrauchern, die flexibel reagieren können und Preisschwankungen tragen. Bei hohen Verbräuchen lohnt fast immer ein genauer Blick auf den Lastgang, bevor Sie sich festlegen.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung.

Quellen

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